Katzen und Hitze (Ab wann wird es gefährlich?)

Zuletzt aktualisiert am 15. Juni 2022 von Johanna

Wenn die Außentemperaturen unter 7℃ fallen, kann sich eine Katze darauf verlassen, dass ihr dickes Fell und ihre Fettschicht sie warm halten und sie vor Kälteerscheinungen wie Unterkühlung oder Erfrierungen schützen. Aber der Körper einer Katze kommt mit kälterem Wetter viel besser zurecht als mit sommerlicher Hitze und Feuchtigkeit. Überhitzung kann bei Katzen tödlich sein – wie heiß ist also zu heiß für Katzen im Haus?

Temperaturen über 32℃ sind für Katzen zu heiß. Hitzeeinwirkung kann die Körpertemperatur einer Katze auf über 39℃ ansteigen lassen und einen Hitzschlag verursachen, und Katzen mit langen Haaren und kurzen Schnauzen haben es in der Hitze noch schwerer. Der Zugang zu Schatten, kaltem Wasser und Frischluft kann die Auswirkungen der großen Hitze bei Katzen verringern.

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Katzen und Hitze

Der ideale Temperaturbereich einer Katze

Die durchschnittliche Katze hat eine Körpertemperatur zwischen 38°C-39℃, nur wenig höher als ein Mensch. Während du im Sommer die Klimaanlage aufdrehen oder dich im Winter mit zusätzlichen Kleidungsschichten eindecken kannst, hat deine Katze nur ihr Fell und ihr Körperfett.

Eine Außentemperatur zwischen 7°C und 32°C ist für Katzen im Allgemeinen sicher und birgt ein geringeres Risiko, die ideale Körpertemperatur zu verlassen. Die folgenden Faktoren können dazu führen, dass sich deine Katze heißer oder kälter fühlt als sonst:

Direkte Sonneneinstrahlung kann dazu führen, dass sie sich 10-15 Grad wärmer fühlt als die Außentemperatur.

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Eine Luftfeuchtigkeit von über 50 % kann die „gefühlte“ Temperatur um 5-10 Grad erhöhen.

Eine angenehme Brise kann dazu führen, dass es sich um mehr als 5 Grad kühler anfühlt, als es ist.

Regenwetter kann einen unerwarteten Anflug von Unterkühlung verursachen.

Mit anderen Worten: 7°C-32℃ ist ideal für Katzen, wenn die Bedingungen nahezu perfekt sind. Wenn es mitten am Tag feucht ist und kein Lüftchen weht, sind die mittleren 70 °C vielleicht angenehmer für deine Katze.

Warum manche Katzen Hitze schlechter vertragen als andere

Einigen Katzen machen konstante 37°C Temperaturen nichts aus, während andere Katzen schon lange vorher unter Atemproblemen leiden können. Hier sind ein paar Gründe, warum bestimmte Katzen die Hitze besser vertragen als andere:

  • Alter: Kitten können ihre Körpertemperatur erst mit etwa einem Monat vollständig kontrollieren und sind bis dahin auf die Mutterkatze angewiesen, um ihre Temperatur zu regulieren. Außerdem haben ältere Katzen möglicherweise mehr Probleme mit der Hitze als junge Katzen.
  • Haarlänge: Je mehr Körperhaare eine Katze hat, desto mehr Wärme wird unter ihrem dichten Fell eingeschlossen, so dass ihnen heißer ist als einer Kurzhaarkatze. Außerdem sind Rassen wie die Sphynx anfälliger für Sonnenbrand, da ihre Haut der direkten Sonne ausgesetzt ist.
  • Fettleibigkeit: Eine fettleibige Katze hat in der Regel eine dickere Körperfettschicht, so dass die hohen Temperaturen sie schneller und stärker treffen. Wenn eine übergewichtige Katze überhitzt ist, fällt es ihr schwer, sich wieder abzukühlen.
  • Kurze Schnauzen: Katzen mit Brachyzephalie (eingedrückte Nasen), wie Perser, können bei großer Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit nur schwer atmen, was zu starkem Hecheln führt.

Bevor du deine Katze im Freien oder in einer heißen Wohnung herumlaufen lässt, solltest du sicherstellen, dass sie keines der oben genannten Kriterien erfüllt. Andernfalls könnte jedes zusätzliche Grad ihr das Atmen erschweren oder sie einen Schritt näher an einen Hitzeschlag bringen.

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Woran erkenne ich, dass meine Katze zu heiß ist?

Glücklicherweise zeigen Katzen sichtbare Anzeichen, wenn ihre Körpertemperatur über das normale Maß hinaus ansteigt und einen Punkt erreicht, an dem sie sich unwohl oder gestresst fühlen. Die folgenden Anzeichen deuten darauf hin, dass deiner Katze möglicherweise zu heiß ist und sie sofort gekühlt werden muss:

  • Hecheln (der erste klare Hinweis darauf, dass etwas nicht stimmt)
  • Unruhiges Verhalten
  • Sabbern
  • Ununterbrochenes Putzen

Wenn du deiner Katze eine Schüssel mit kaltem Wasser gibst und sie in einen kühleren Raum im Haus bringst (z. B. in die Garage oder den Keller), kann das helfen, sie abzukühlen. Bleiben diese Symptome unbehandelt, verschlimmern sie sich, wenn sich deine Katze dem Hitzschlag nähert – einer gefährlich hohen Körpertemperatur von mindestens 41°C.

In diesem Stadium kann deine Katze anfangen zu erbrechen, ihr Zahnfleisch ist dunkelrot und sie hat Schwierigkeiten beim Laufen. Ein schneller Tierarztbesuch ist notwendig, wenn du bleibende Organschäden oder den Tod vermeiden willst.

Wie man eine Katze kühl hält bei Hitze

Die gute Nachricht ist, dass Katzen recht gut in der Lage sind, ihre Temperatur zu regulieren. Katzen schwitzen durch ihre Pfoten, um sich abzukühlen und ein Kältegefühl zu erzeugen, wenn die Luft auf sie trifft. Eine Katze kann sich auch kräftig über ihr Fell lecken, um den gleichen Verdunstungseffekt zu erzielen.

  • Als Katzenbesitzer spielst du jedoch eine größere Rolle für die Fähigkeit deiner Katze, sich kühl zu halten, als sie selbst. Damit sich deine Katze kühl und wohl fühlt, kannst du Folgendes tun:
  • Gib deiner Katze unbegrenzt Zugang zu frischem, kaltem Wasser. Das kühlt deine Katze nicht nur von innen ab, sondern beugt auch einer Dehydrierung vor – eine unglückliche Nebenwirkung bei Hitze.
  • Biete einen kalten Ort zum Entspannen. Eine Kühlmatte, ein dunkler Raum, ein gefliester Boden, ein Ventilator oder ein abgedeckter Karton können die Körpertemperatur deiner Katze senken und sie vor der Sonne schützen.
  • Mache Dinge absichtlich kalt. Füttere deine Katze mit gefrorenen Leckereien oder stelle eine gefrorene Wasserflasche in ein Handtuch gewickelt neben ihr Bett (bei Unterkühlung würdest du warmes Wasser verwenden).
  • Überprüfe die Temperatur frühzeitig. Morgens können es 16℃ sein, aber mittags wird es gefährlich heiß – beurteile die Temperatur nach den Höchstwerten des Tages.
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Vielleicht bist du unglücklich über die kalte Innentemperatur oder deine Katze ist unglücklich darüber, den ganzen Tag drinnen zu verbringen. Beides ist besser als eine Hyperthermie (Hitzschlag), die für deine geliebte Katze lebensbedrohlich sein kann.

Fazit

Zum Glück sollte es deiner Katze nichts ausmachen, wenn die Klimaanlage vorübergehend ausfällt oder sie ein paar Stunden in der Hitze verbringt. Als Faustregel gilt: Wenn es für dich zu heiß ist, um draußen zu sein, ist es auch für eine Katze mit dickem Fell zu heiß.

Deshalb solltest du versuchen, deine Katze im Haus zu halten, wenn die Temperaturen über 32℃ steigen. Wenn du deine Katze nicht nach drinnen bringen kannst, stelle ihr einen Unterschlupf ohne direkte Sonneneinstrahlung und eine Schüssel mit kühlem Wasser zur Verfügung, und wenn deine Katze Anzeichen eines Hitzschlags zeigt, bringe sie sofort zum Tierarzt.

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