Katze schläft auf Gesicht (5 Gründe & wann man sich Sorgen machen sollte)

Zuletzt aktualisiert am 15. Juni 2022 von Johanna

Katzen schlafen in allen möglichen verrückten Positionen. Für uns Menschen sehen die meisten von ihnen seltsam und verrenkt aus. Eigentlich ist es ein Wunder, dass sie es überhaupt bequem finden! Katzen sind jedoch sehr flexible Lebewesen, die ihren Körper gerne verbiegen und sich in diesen seltsamen Stellungen wohlfühlen.

Eine Position, die dir vielleicht auffällt, ist, dass deine Katze mit dem Gesicht nach unten schläft. Das scheint eine der unbequemsten Schlafpositionen zu sein. Das brachte mich zum Nachdenken: Warum schläft meine Katze mit dem Gesicht nach unten? Für alles, was diese seltsamen Tiere tun, gibt es eine ganz normale Erklärung, also habe ich mich auf die Suche nach der Antwort gemacht.

In der Regel schläft eine Katze mit dem Gesicht nach unten, weil ihre kleinen Nasen kalt sind. Oder diese Haltung schirmt das Licht ab, das sie beim Schlummern stören könnte, und ermöglicht es ihren aufmerksamen Ohren, alles zu hören, was um sie herum passiert.

Dieses Verhalten ist jedoch nicht mit dem Kopfdrücken bei Katzen zu verwechseln. Es ist ein Anzeichen für viele ernsthafte Erkrankungen, die dringend ärztlich behandelt werden müssen. In diesem Artikel gehe ich alle diese Erklärungen genauer durch und helfe dir dabei, leicht zu erkennen, wann dein pelziger Freund einen Besuch beim Tierarzt braucht.

Katze schläft auf Gesicht

Warum schlafen Katzen mit dem Gesicht nach unten?

In den meisten Fällen gibt es keinen Grund zur Besorgnis, wenn deine Katze mit dem Gesicht nach unten schläft. Oft hilft diese bequeme Position dabei, dass sie sich ausschlafen kann. Sie eignet sich auch hervorragend für das Catnapping am Tag, da ihre aufrechten Ohren alle Geräusche um sie herum wahrnehmen können. Es kann aber auch sein, dass sie einfach zu erschöpft sind, um eine bequemere Position zu finden!

Überzeuge dich selbst – in den folgenden Abschnitten gehe ich auf alle normalen Gründe für diese scheinbar seltsame und unbequeme Schlafposition ein.

1. Ihre Nase ist kalt

Der am häufigste Grund, warum deine Katze in dieser Position schläft, ist, dass ihre kleine Nase kalt ist.

Katzen haben ein etwas wärmeres Blut als Menschen und kuscheln sich gerne in wärmeren Bereichen deines Zuhauses ein. Der Lieblingsplatz meiner Katze ist neben der Heizung.

Die Nase und die Ohrenspitzen einer Katze spüren oft die Kälte zu erst. Wenn deine Katze mit dem Gesicht nach unten liegt, schirmt sie ihre Nase von der Außenwelt ab. Eine Katze, die auf dem Gesicht schläft, kann ihre Nase sicher in einem Kissen oder einer Decke vergraben, um sie warm zu halten.

Wenn du bemerkst, dass deine Katze häufig mit dem Kopf nach unten schläft, solltest du sicherstellen, dass der Ort, an dem deine Katzen oder Kätzchen nachts schlafen, warm genug ist. Das könnte ein Zeichen dafür sein, dass sie zu kalt sind, um gut zu schlafen!

Weitere Tipps, die deiner Katze zu einem guten Schlaf verhelfen, sind:

  • Spiele mit deiner Katze vor dem Schlafengehen, damit sie müde wird.
  • Füttere sie unmittelbar vor dem Schlafengehen
  • Achte darauf, dass ihr Bett hohe Seiten hat, damit sie sich beim Schlafen sicher und entspannt fühlt
  • Mache ihr Bett mit vielen Decken oder Kissen gemütlich und kuschelig
  • Platziere das Bett an einem erhöhten Ort, z. B. in einem Bücherregal oder auf einem Fenstersims
  • Platziere das Bett in einem warmen Bereich deines Zuhauses
  • Verwende beruhigende Sprays und/oder Diffusoren, damit sie sich entspannen können.
  • Halte dich jeden Tag an die gleiche Routine
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2. Um Licht abzuschirmen

Wenn deine Katze an einem heißen Sommertag mit dem Gesicht nach unten schläft, kannst du dir ziemlich sicher sein, dass sie mit dieser Position nicht versucht, ihre Nase zu wärmen. Ihre Nase ist wahrscheinlich schon warm! Allerdings schlafen Katzen oft mit dem Gesicht nach unten, um das Sonnenlicht abzuschirmen.

Das ist auch eine Erklärung dafür, warum Katzen ihr Gesicht bedecken, wenn sie schlafen. Egal, ob sie ihre Pfoten oder ein Kissen benutzen, das Abdecken der Augen hilft ihnen, das Licht abzuschirmen, damit sie eine Nacht lang besser schlafen können. Das ist vergleichbar damit, wie wir eine Augenmaske tragen, um ungestört schlafen zu können, oder wie wir die Vorhänge vor dem Schlafengehen zuziehen, damit uns die Morgensonne nicht zu früh aufweckt.

Das mag für viele Besitzer überraschend sein, denn Katzen lieben Nickerchen und scheinen zu jeder Tageszeit schlafen zu können, egal wie dunkel oder hell es ist. Allerdings schlafen Katzen im Dunkeln besser. Die meiste Zeit, die Katzen tagsüber schlafen, schlafen sie nicht wirklich, sondern machen ein Nickerchen!

Wenn unsere Katzenfreunde ein Nickerchen machen, ruhen sie sich aus, sind aber wach. Sie sind immer noch hellwach und nehmen alles wahr, was in ihrer Umgebung vor sich geht. Du wirst zum Beispiel bemerken, dass sie ihre Ohren spitzen und auf Geräusche reagieren. Wenn Katzen einen richtigen Tiefschlaf haben wollen, ist es daher eine gute Idee, ihre Augen zuzudecken und mit dem Gesicht nach unten zu schlafen.

3. Sie können besser hören

Wie bereits erwähnt, auch wenn es so aussieht, als würden unsere vierbeinigen Freunde schlafen, sind sie oft nur am Schlummern und hören immer noch, was um sie herum vorgeht. Und wenn sie mit dem Gesicht nach unten schlafen, sind ihre Ohren aufgerichtet und wachsam – die beste Position, um so viele Geräusche wie möglich zu hören.

Dieses Verhalten ist natürlich und stammt aus einer Zeit, bevor Katzen domestiziert wurden. Katzen sind zwar Raubtiere, aber in freier Wildbahn sind sie auch die Beute von viel größeren Tieren. Viele dieser größeren und gefährlichen Tiere sind tagsüber am aktivsten, so dass es für Katzen eine gefährliche Zeit ist, zu schlafen.

Das Catnapping ermöglicht es Katzen jedoch, sich auszuruhen und sich ein wenig zu erholen, ohne sich selbst einem großen Risiko auszusetzen. Sie können ihre Umgebung ständig überwachen, so dass sie hören, wenn etwas Gefährliches in der Nähe ist. Das gibt ihnen genug Zeit, um entweder aufzustehen und wegzulaufen oder ihre scharfen Krallen auszufahren und sich zu wehren.

Auch wenn in deinem Zuhause keine Gefahren lauern, wurde dieses instinktive Verhalten im Laufe der Evolution an unsere Hauskatzen weitergegeben. Deshalb schlafen viele Katzen am liebsten mit dem Gesicht nach unten, da sie so ihre Ohren nicht verschließen müssen. Bei anderen Schlafpositionen können dagegen ein oder mehrere Ohren blockiert sein. Das beeinträchtigt ihre Fähigkeit, die Geschehnisse um sie herum zu verfolgen.

4. Sie finden es gemütlich

Ich weiß – das sieht so ungemütlich aus, das kann doch nicht wahr sein! Aber jeder unserer pelzigen Freunde hat seine eigene Definition von Komfort und auf dem Gesicht schlafen, ist vielleicht einfach die bevorzugte Position deiner Katze.

Denn egal, in welcher Position deine Katze schläft, sie findet es wahrscheinlich bequem. Andernfalls wäre sie nicht in der Lage, darin fest einzuschlafen. Ob sie mit dem Gesicht nach unten schläft, in der Katzenhockerposition oder ausgestreckt auf der Seite liegt – jede Katze hat ihre Lieblingsschlafposition.

Eine bequeme Schlafposition hilft deiner Katze, in einen tiefen Schlaf zu fallen. Das ist wichtig, denn in dieser Tiefschlafphase regeneriert sich ihr Körper und wächst. Dann wird ihr Energielevel wiederhergestellt und ihr Körper kann sich physisch regenerieren. Ohne diese Schlafphase sind Katzen ständig müde und werden leichter krank.

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Im Tiefschlaf wechseln Katzen zwischen dieser Schlafphase und einer anderen Phase, dem REM-Schlaf, hin und her. Du erkennst, dass sich deine Katze im REM-Schlaf befindet, wenn du sie im Schlaf zucken siehst. Das ist die Phase, in der Katzen träumen und die für das Gedächtnis und das Lernen wichtig ist.

Deshalb ist es wichtig, eine bequeme Schlafposition zu finden und eine gesunde Menge Schlaf zu bekommen. Wenn das Schlafen mit dem Gesicht nach unten die Lieblingsstellung deiner Katze ist, lass sie das tun. Beachte aber, dass du trotzdem für Abwechslung sorgen solltest. Wenn deine Katze immer in der gleichen Position schläft, könnte das ein Hinweis darauf sein, dass es ihr nicht gut geht. Im Zweifelsfall oder wenn du dies neben anderen Symptomen bemerkst, solltest du deine Katze zum Tierarzt bringen.

5. Sie sind erschöpft

Wenn du deine Katze mit dem Gesicht nach unten schlafen siehst, könnte das ein Zeichen dafür sein, dass sie erschöpft ist. Sie sind so müde, dass sie sich nicht mehr in eine bequeme Position zusammenrollen können. Stattdessen lässt sie sich einfach mit dem Gesicht nach unten fallen und liegt flach auf dem Gesicht, während sie schläft.

Die meisten Katzen haben ein relativ hohes Energieniveau, vor allem junge Katzen und Kitten. Daher ist dieser Grund wahrscheinlicher, wenn du und deine Katze gerade eine lange Spielrunde hinter euch gebracht habt. All die anstrengende Aktivität könnte sie erschöpft haben! Sie ist so müde, dass sie einfach auf ihrem Gesicht einschläft.

Wenn du jedoch feststellst, dass deine Katze mehr schläft als sonst, könnte das ein Zeichen dafür sein, dass sie sich nicht wohl fühlt. Lethargie ist ein häufiges Symptom für viele Krankheiten. Wenn der Körper versucht, sich zu erholen, und das Immunsystem eine Infektion oder Krankheit bekämpft, wird die meiste Energie in diese Aufgabe gesteckt. Daher haben Katzen oft keine Energie für andere Aktivitäten und fühlen sich erschöpft.

Einige der häufigsten Krankheiten, die erklären könnten, warum deine Katze mehr schläft als sonst, sind:

  • Parasitenerkrankungen
  • Bakterielle oder virale Infektionen
  • Verletzungen des Bewegungsapparats
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Diabetes
  • Nieren- oder Lebererkrankung
  • Atemwegserkrankungen wie Asthma
  • Neurologische Störungen
  • Magen-Darm-Erkrankungen
  • Einige Arten von Krebs

Während jede dieser Krankheiten Lethargie als Symptom aufweist, unterscheiden sich die anderen klinischen Anzeichen erheblich. Wenn eine Katze zum Beispiel im Ruhezustand schwer atmet, ist es wahrscheinlicher, dass sie an einer Atemwegserkrankung leidet. Eine desorientierte Katze hingegen könnte an neurologischen Problemen leiden, während eine Katze, die sich übermäßig kratzt oder wie eine Verrückte herumläuft, vielleicht Flöhe hat.

Wenn du neben dem häufigen Schlafen mit dem Gesicht nach unten und der größeren Müdigkeit andere Symptome oder seltsame Verhaltensweisen bemerkst, solltest du deine Katze zum Tierarzt bringen. Er kann sie untersuchen und feststellen, ob etwas nicht stimmt.

Auf dem Gesicht schlafende Katze vs. Kopfdrücken (Head Pressing) bei Katzen

Alle oben genannten Gründe, warum du deine Katze mit dem Gesicht nach unten schlafen siehst, sind in der Regel kein Grund zur Sorge. In den meisten Fällen hilft diese Haltung der Katze, in einen tiefen Schlaf zu fallen. Sie hält sie warm und kuschelig, schirmt ablenkendes Licht ab und ist eine bequeme Position. Mit dem Gesicht nach unten zu schlafen ist auch eine gute Position für Katzen, die tagsüber ein Nickerchen machen, da ihre Ohren aufrecht und aufmerksam sind.

Eine Katze, die auf dem Gesicht schläft, sollte jedoch nicht mit Kopfdrücken verwechselt werden. Das ist eine der häufigsten Schlafpositionen für kranke Katzen, auf die du achten solltest. Hier schauen wir uns das Kopfdrücken genauer an, warum dieses Verhalten niemals ignoriert werden sollte und wie man es von einer Katze unterscheidet, die harmlos mit dem Gesicht nach unten schläft.

Was ist Kopfdrücken bei Katzen?

Kopfdrücken bei Katzen bedeutet, dass deine Katze ihren Kopf häufig und absichtlich gegen eine harte Oberfläche drückt, oft gegen eine Wand oder eine Tür. Katzen schlafen oft in dieser Position, aber sie tun es auch, wenn sie wach und aufmerksam sind.

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Dieses Verhalten ist ein Anzeichen für mehrere ernsthafte Gesundheitszustände, z. B.:

  • Schlaganfall oder Gefäßverletzung des Gehirns
  • Wasser im Gehirn
  • Hirntumore
  • Einwirkung von giftigen Substanzen
  • Leberversagen

Da dies alles sehr ernste und potenziell lebensbedrohliche Krankheiten sind, musst du deine Katze so schnell wie möglich zum Tierarzt bringen, wenn du dieses Verhalten bemerkst.

Kopfdrücken vs. auf dem Gesicht schlafen

Zum Glück ist es ziemlich einfach, zwischen Kopfdrücken bei Katzen und einer Katze, die mit dem Gesicht nach unten schläft, zu unterscheiden. Hier sind einige Möglichkeiten, wie du den Unterschied erkennen kannst:

  • Entspannt oder angespannt? Wenn eine Katze den Kopf drückt, ist ihr ganzer Körper steif und angespannt, da sie starke Schmerzen hat. Eine Katze, die mit dem Gesicht nach unten schläft, sieht dagegen entspannt, bequem und friedlich aus.
  • Harter oder weicher Gegenstand? Wenn eine Katze mit dem Kopf gegen eine harte Oberfläche drückt, z. B. gegen einen Holzboden, eine Tür oder eine Wand, ist das ein alarmierendes Zeichen. Eine Katze hingegen, die mit dem Kopf nach unten schläft, tut dies normalerweise auf einer weichen und bequemen Oberfläche. Zum Beispiel in ihrem Katzenbett, auf einer Couch oder einem Sessel oder auf einer Decke.
  • Schlafend oder wach? Katzen, die mit dem Gesicht nach unten schlafen, schlafen ganz offensichtlich und es ist sehr unwahrscheinlich, dass eine Katze auf ihrem Gesicht liegt, wenn sie wach ist. Es ist zwar möglich, dass Katzen ihren Kopf gegen etwas pressen wenn sie schlafen, aber du wirst dieses Verhalten häufiger bemerken, wenn deine Katze wach ist.
  • Andere sichtbare Symptome? Wenn deine Katze den Kopf drückt, wirst du wahrscheinlich auch andere neurologische Symptome bemerken, wie z. B. wiederholtes Stolpern oder Probleme beim Sehen. Das Kopfdrücken selbst kann auch zu Verletzungen im Gesicht führen, da die Katze dabei viel Kraft aufwendet. Wenn deine Katze hingegen mit dem Gesicht nach unten schläft, solltest du keine weiteren Symptome feststellen.

Was ist zu tun, wenn eine Katze ihren Kopf gegen etwas Hartes drückt?

Wenn du dir ziemlich sicher bist, dass deine Katze den Kopf drückt und nicht einfach mit dem Gesicht nach unten schläft, musst du sofort mit einem Tierarzt sprechen. Das Kopfdrücken sollte niemals ignoriert werden, da es auf viele ernsthafte Erkrankungen hinweisen kann!

Bei dem Termin wird dein Tierarzt deine Katze untersuchen, um herauszufinden, was die Ursache für dieses Verhalten ist. Um die Diagnose zu erleichtern, solltest du alle anderen Symptome, die du beobachtest, notieren und sie deinem Tierarzt mitteilen.

Nach dem Termin wird dein Tierarzt die empfohlenen Behandlungsmöglichkeiten besprechen. Diese hängen natürlich von der genauen Diagnose der Grunderkrankung ab. Da alle Ursachen in der Regel lebensbedrohlich sind, ist das Überleben nicht garantiert. Wenn du jedoch so schnell wie möglich professionellen Rat einholst, hat deine Katze die besten Chancen auf eine vollständige Genesung.

Fazit

Deine Katze findet diese Schlafposition wahrscheinlich einfach bequem, auch wenn es für uns nicht so aussieht! Es hilft, das Licht abzuschirmen und sie warm zu halten.

Wenn du jedoch Kopfdrücken bei Katzen bemerkst, musst du so schnell wie möglich deinen Tierarzt anrufen. Anstatt entspannt und schläfrig auszusehen drücken Katzen dann ihren Kopf fest gegen harte Gegenstände. Sie sehen unruhig und steif aus und zeigen oft andere neurologische Symptome.

Ich hoffe, du hast in diesem Artikel genug gelernt, um den Unterschied zwischen den beiden Formen leicht zu erkennen. Im Zweifelsfall solltest du immer deinen Tierarzt anrufen – Vorsicht ist besser als Nachsicht!

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